Landkreis und Institut GEWOS stellen Erkenntnisse rund um die Wohnraumsituation vor

Öffentliche Infoveranstaltungen in Pohlheim, Staufenberg, Biebertal und Grünberg

Landkreis Gießen. Das Angebot an bezahlbarem Wohnraum im Landkreis Gießen ist knapp – und der Bedarf wird in Zukunft voraussichtlich weiter steigen. Wie die Situation sich in den einzelnen Kommunen entwickelt, untersucht das Wohnraumversorgungskonzept des Landkreises. Ein Fachinstitut schreibt das Konzept nach fünf Jahren nun fort. Der Landkreis lädt Interessierte zu insgesamt vier Informationsveranstaltungen ein, um die Inhalte und Erkenntnisse vorzustellen.

„Bezahlbarer Wohnraum ist nicht nur für Menschen mit sehr geringem Einkommen wichtig. Einen Bedarf gibt es weiten Teilen der Gesellschaft“, erklärt Landrätin Anita Schneider: „Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel werden in Zukunft auch mehr bezahlbare kleinere und barrierefreie Wohnungen nötig sein. Es ist ein Teil kommunaler Daseinsvorsorge, hier Ansätze und Lösungen zu finden. Mit den vier Veranstaltungen möchten wir Interessierte aus erster Hand informieren und Gelegenheit zum Dialog geben.“

Der Landkreis hatte 2017 ein erstes Wohnraumversorgungskonzept entwickelt, um aus den Kernaussagen der Datenanalyse Ziele und  Handlungsempfehlungen abzuleiten. In der Folge gründeten der Landkreis und die meisten Kreiskommunen die SWS (Sozialer Wohnungsbau und Strukturförderung) GmbH, die beim Schaffen von bezahlbarem Wohnraum berät, begleitet und koordiniert. Der Landkreis fördert passende Bauvorhaben.

Auch die Barrierefreiheit des Wohnraums wird nun untersucht

Das Hamburger Institut für Stadt-, Regional- und Wohnungsforschung GEWOS schreibt nun das Wohnraumversorgungskonzept fort, das als Grundlage dient. Das aktualisierte Konzept wird durch ein Monitoring ergänzt: Dieses zeigt während eines laufenden Jahres, wie sich die Wohnraumversorgung entwickelt. Auch die Qualität des Wohnraums wird berücksichtigt – zum Beispiel mit Blick auf Barrierefreiheit.

Fachleute des Instituts GEWOS werden die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen nun während vier Informationsveranstaltungen vorstellen:

  • Am Freitag, 15. Oktober, für den Teilraum Süd des Landkreises (Fernwald, Langgöns, Linden, Pohlheim) um 18 Uhr in der Volkshalle in Watzenborn-Steinberg (Ludwigstraße 33-35)
  • Am Dienstag, 26. Oktober, für den Teilraum Nord des Landkreises (Allendorf/Lumda, Buseck, Lollar, Rabenau, Reiskirchen, Staufenberg) um 18 Uhr in der Stadthalle Staufenberg (Postendorfer Straße 2)
  • Am Freitag, 5. November, für den Teilraum West des Landkreises (Biebertal, Heuchelheim, Wettenberg) um 18 Uhr im Bürgerhaus Biebertal-Rodheim (Mühlbergstraße 11)
  • Am Dienstag, 23. November, für den Teilraum Ost des Landkreises (Grünberg, Hungen, Laubach, Lich) um 18 Uhr in der Gallushalle Grünberg (Gießener Straße 45).

 

Die Termine sind wegen der Corona-Pandemie „3G“-Veranstaltungen – Teilnehmende benötigen also einen Impf- oder Genesenennachweis oder einen aktuellen Test.

Zur Planung und wegen begrenzter Personenzahlen in den Veranstaltungsräumen ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an  wohnraumversorgungskonzept[at]lkgi.de oder telefonisch bei Jens Köhler, Telefon (0641) 9390 9347 erforderlich.