Hohe Waldbrandgefahr in weiten Teilen Hessens: Forstministerium ruft zweithöchste Alarmstufe aus
Das Hessische Forstministerium hat am Montag die erste von zwei Alarmstufen (Alarmstufe A) für die Forstverwaltung in Hessen ausgerufen. Die Aussicht auf ein Anhalten der aktuellen Wetterlage macht diesen vorsorgenden Schritt erforderlich. Die lokal aufgetretenen Niederschläge haben zu keiner anhaltenden Entspannung der Waldbrandgefahr in Hessen geführt. Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht in weiten Teilen Hessens hohe Waldbrandgefahr. Ergiebige, landesweite Niederschläge sind vorerst nicht in Sicht. Die Gefahrenlage bleibt angesichts der Trockenheit in Verbindung mit sommerlichen Temperaturen angespannt.
In den zurückliegenden Monaten blieben wiederholt weite Teile Hessens ohne ergiebige Niederschläge. Nach vorläufigen Daten des DWD fielen im Juli in Hessen lediglich 14 l/m² Niederschlag, ein historischer Tiefstand verglichen zur Referenzperiode 1961 bis 1990. Die hohen Temperaturen und die intensive Sonneneinstrahlung verstärkten den Wassermangel zusätzlich. Insbesondere die Bodenvegetation, aber auch unverwertbares Kronenrestholz, Reisigmaterial und abgestorbene Bäume sind inzwischen stark ausgetrocknet und können somit leicht entzündbares Material darstellen.
Hinweise bei Waldbrandgefahr:
• Beachten Sie das Verbot für offenes Feuer in Wäldern; dies gilt auch für Grillfeuer – nutzen Sie nur
ausgewiesene Grillplätze.
• Ebenso ist es grundsätzlich nicht erlaubt, in den Wäldern zu rauchen.
• Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Autofenster.
• Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkplätze beim Ausflug in die Natur. Trockene Grasflächen unter
Fahrzeugen können sich durch heiße Katalysatoren und Auspuffrohre entzünden.
• Werfen Sie in Wald und Flur keine Flaschen weg. Glasscherben oder Flaschensplitter können wie
ein Brennglas wirken und ein Feuer auslösen.
• Halten Sie die Zufahrten zu Wäldern frei – sie sind wichtige Feuerwehrzufahrten und
Rettungswege für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und anderer Hilfsdienste. Beachten Sie
unbedingt die Park- und Halteverbote.
• Versuchen Sie ein entstehendes Feuer selbst zu löschen, sofern für Sie keine Gefahr besteht.
• Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über die Notrufnummer 112.
Wenn möglich, sollte bei der Abgabe des Notrufes die Nummer des nahegelegenen Rettungspunktes mit angegeben werden. Dadurch können die Einsatzkräfte wesentlich schneller an der Einsatzstelle eintreffen.
Weitere Informationen zum Thema Waldbrandgefahr und den Alarmstufen finden Sie hier:
https://landwirtschaft.hessen.de/wald/klimastabiler-wald/waldbrandgefahr